Inhaltsverzeichnis VWL I

Grundbegriffe/Grundprobleme der VWL_ 2

Modell des Einfachen Wirtschaftskreislauf 2

Wirtschaftskreislauf mit Sparen 3

Einfacher Wirtschaftskreislauf nur mit Geldströmen 3

Grundprobleme der VWL_ 3

 

Bedürfnisse, Bedarf, Güter 4

Bedürfnisse_ 4

Einteilung der Bedürfnisse nach... 4

Maslowsche Bedürfnishierachie 5

Güter 5

Einteilung der Güter nach... 5

Das ökonomische Prinzip_ 6

Maximalprinzip_ 6

Minimalprinzip_ 6

Exkurs: Betriebswirtschaftliche Unternehmensziele 6

 

Arbeitsteilung in der Volkswirtschaft 7

Exkurs:         Dreisektorenhypothese 8

Exkurs:Produktivität 9

Volkswirtschaftl. Produktionsfaktoren_ 9

Der Produktionsfaktor Arbeit 10

I.      Quantität des Produktionsfaktors Arbeit 10

Exkurs: Arbeitslosigkeit 11

II.     Qualität des Produktionsfaktors Arbeit 11

Lohn=Einkommen des Produktionsfaktors Arbeit 12

Hypothese über die Entwicklung der Lohnformen 12

Der Produktionsfaktor Kapital 13

1.     Sparen 13

2.     Investition 14

Exkurs: Rentabilität 14

Investitionsarten 14

Einkommen des Produktionsfaktors Kapital = Zins 15

Der Produktionsfaktor Boden_ 16

Standortfaktoren: 16

Einkommen des Produktionsfaktors BodenÞ Grundrente 16

Die Minimalkostenkombination_ 17

 

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung_ 18

Modell des erweiterten Wirtschaftskreislauf 18

Das nationale Produktionskonto_ 19

Ermittlungsmöglichkeiten des BIP_ 20

Die Gesamtwirtschaftliche Nachfrage 20

Reales und Nominales BIP_ 20

Kritik am BIP_ 20

Begriffe der Volkswirtschaftl. Gesamtrechnung 21

Einkommensverteilungsarten_ 22


Grundbegriffe/Grundprobleme der VWL

 

Kreislaufsektoren:  Aufnahme- oder Abgabestellen von Kreislaufströmen

Wirtschaftssubjekte(Entscheidungsträger):    Haushalte, Unternehmen, Staat

Hilfssektoren:    Kapitalsammelstellen und Ausland→ nehmen Ströme auf, treffen jedoch keine Entscheidungen

Konsum:    Verwendung von Geld (Einkommen) für den Verbrauch von Gütern in

Haushalten

Sparen:      Konsumverzicht (Geldsparen)

Produktionsfaktoren:   Arbeit, Boden, Kapital →Einsatzmittel der Produktion

Produktion:    Kombination von Produktionsfaktoren zur Erstellung von Sachgütern und Dienstleistungen

Investition:     Umwandlung von „zur Anlage in der Produktion bestimmten Geld

(Kapitaldisposition) in reale Produktionsgüter (Maschinen , Lagervorräte...)

a) Anlageinvestition:    in dauerhaft nutzbare Investitionsgüter

b) Lager/Vorratsinvestition: in „zum vorübergehenden Verbleiben im Betrieb“ bestimmte Kapitalgüter

Inlandsprodukt:       Alle in einer VW in einer Wirtschaftsperiode (Jahr) zur endgültigen Verwendung erstellten Sachgüter + Dienstleistungen

Volkseinkommen:   Löhne, Grundrenten, Zinsen und Restgewinne eines Jahres

 

Modell des Einfachen Wirtschaftskreislauf

Vorgaben: Lohn =20 DM/h →Einkommen des PF Arbeit

Grundrente= 30 DM/h → Einkommen des PF Boden

Zins=8% → Einkommen des PF Kapital

Restgewinn=400.000 DM → eine den 3 PF nicht zuzuordnende Restgröße

Sparen=0

Þ Schrumpfender Kreislauf (Keine Investition, Kapital schrumpft aufgr. der Abnutzung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Stationärer Kreislauf: Investition=Realkapitalverzehr der Periode

Evolutionärer  (wachsender)Kreislauf: Investition>Realkapitalverzehr der Periode

Schrumpfender Kreislauf: Investition<Realkapitalverzehr der Periode (oder 0)

 


Wirtschaftskreislauf mit Sparen

Sparen=15% des Volkseinkommens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Einfacher Wirtschaftskreislauf nur mit Geldströmen

Nach unten gekrümmter Pfeil: Konsum = 2.941.000,-
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Grundprobleme der VWL

1) Erstellung des Inlandsproduktes durch Kombination der Produktionsfaktoren

2) Verteilung des Inlandsprodukts durch Verteilung des Volkseinkommens auf die...

a) Produktionsfaktoren (funktionale Einkommensverteilung)

b) Haushalte der Volkswirtschaft (personale Einkommensverteilung)


Bedürfnisse, Bedarf, Güter

→Warum konsumieren die Haushalte? (Motive des Wirtschaftens)

 

Bedürfnisse

 

Bedürfnis:      Mangelempfinden des Menschen mit dem Bestreben das Mangelgefühl zu

beseitigen

 

Einteilung der Bedürfnisse nach...

I.         Dringlichkeit:

1.    Existenzbedürfnisse (sind dringlich, müssen befriedigt werden)

ÞPrimärbedürfnisse, Lebenserhaltungsbedürfnisse, Grundbedürfnisse

z.B. Hunger, Durst, Müdigkeit, Mindestschutz- und Sicherheit

2.    Luxus- und Kulturbedürfnisse (sind nicht dringlich)

ÞSekundärbed., Lebensentfaltungsbed., Zusatzbedürfnisse

z.B. Informationsbed., Unterhaltungsbed., Geltungsbed.

II.      Art der Befriedigung 

1.    Individualbedürfnisse (werden nur durch den einzelnen gedeckt)

 z.B. Hunger, Durst, sich zu schmücken

2.    Kollektivbedürfnisse (werden von d. Gemeinschaft gedeckt) z.B. äußere + innere +

soziale Sicherheit, Bildungsbed. Unterhaltung

III.   Bewußtheit

1.    offene Bedürfnisse (sind bewusst) z.B. Hunger, Durst, Schlafbedürfnis

2.    latente, verborgene Bedürfnisse (sind unbewusst)

a)  unbewusste Bed., deren sich die Werbung bedient  

z.B. MarlboroÞFreiheit / LenorÞkuschelig weich / Coca ColaÞZugehörigkeit

b)  unbewusste Bed., die sich auf unbekannte techn. Produkte richten

z.B. CD-PlayerÞvollendeter Klang

 

Eigenschaften und Beeinflußungsfaktoren der Bedürfniss-Struktur eines Menschen

Struktur:= Aufbau, Hierarchie der Bedürfnisse

1.) Bedürfnisstruktur ist individuell, bei jedem anders

2.) Einflussfaktoren: z.B. Anlagen (Gene), Umwelt, Einkommen, Geschlecht [...]

 

Bedarf:  mit Kaufkraft ausgestattete Bedürfnisse

Nachfrage:     an einem bestimmten Markt wirksam werdenden Bedarf


Maslowsche Bedürfnishierachie

V       Selbsterfüllungsbedürfnisse

              Streben nach Selbstverwirklichung in der eigenen Welt

IV     Anerkennungsbedürfnisse

              Prestigestreben/Machtstreben

III          Angehörigkeitsbedürfnisse

              Gruppenzugehörigkeit/Geborgenheit

II       Schutzbedürfnisse

              Klimaschutz, Materielle+ Immaterielle Sicherung

I        Physiologische Bedürfnisse

              Hunger, Durst, Schlafbedürfnis

 

Güter

ÞMittel der menschlichen Bedürfnisbefriedigung

Einteilung der Güter nach...

1)      Knappheit: Þbestimmt durch vorhandene Menge und Bedarf

a)Wirtschaftliche Güter:

-          sie sind, knapp; haben einen Preis oder verursachen Kosten z.B.: Erdöl

b)freie Güter:

-          sie sind nicht knapp z.B.: Sonne, Luft, Regen, Wind, Fliegenpilze

2)      Gegenständlichkeit

a)Sachgüter:

-          gegenständlich, materiell, anfassbar

b)Dienstleistungen:

-          ungegenständlich immateriell, z.B. Beratung, Reparatur, Pflege, Transport

c)Rechte:  

-          immateriell z.B. Patente, Konzessionen, Lizenzen

3)      Verwendung

a)Konsumgüter:  ÞVerwendung in Haushalten,  z.B. Kleidung, Nahrung

b)Produktionsgüter:     ÞVerwendung in Unternehmen, z.B. Maschinen, Rohstoffe

4)      Konsumnähe

a)Güter 1. Ordnung ÞKonsumgüter

b)Güter höherer Ordnung Þ Produktionsgüter

5)      Dauer der Nutzung

a)Gebrauchsgüter: werden langfristig genutzt

b)Verbrauchsgüter:

6)      Art der Nutzung

a) Individualgüter: Konkurrenz im Konsum (z.B.: Brötchen, das einer isst kann auch ein anderer essen)

b)öffentliche Güter: keine Konkurrenz im Konsum; schwierig preislich zu beziffern

z.B. Leuchtturm, Straße (jeder und beliebig viele können sie nutzen)

7)      Nachfrageverbundenheit

a)Komplementärgüter:     ergänzen sich in der Nachfrage; Ergänzungsgüter; Folgegüter

z.B. Auto-Benzin; Füller-Patrone; Lampe-Strom

b)Substitutionsgüter:        ersetzen sich in der Nachfrage, Ersatzgüter

z.B. Butter- Margarine; Kartoffel-Reis; Gas-Öl


Das ökonomische Prinzip

ÞRationalitätsprinzip, Vernunftprinzip, Wirtschaftlichkeitsprinzip

·        Produktionsfaktoren und damit Güter sind knapp, die Bedürfnisse sind aber unendlich und wachsen ständig.

·        FolgeÞwirtschaftlicher, planmäßiger, vernünftiger, sparsamer Ungang mit Produktionsfaktoren und Gütern

 

zwei Ausprägungen:

Maximalprinzip

Minimalprinzip

Mit gegebenen Mitteln den größtmöglichen Erfolg erzielen

einen bestimmten Erfolg mit möglichst wenig Mitteleinsatz erreichen

Mittel sind gegeben

Erfolg variabel

Erfolg ist gegeben

Mittel variabel

z.B.: mit 10.000,- den Bestmöglichen Golf kaufen

Einen bestimmten genau definierten Golf so günstig wie möglich kaufen

 

 

Alle Wirtschaftssubjekte müssen nach dem ökonomischen Prinzip handeln.

Wer nicht danach handelt wird auf Dauer gesehen weniger erreichen als vergleichbare Wirtschaftssubjekte

 

·        Das ökonomische Prinzip ist ein typisch volkswirtschaftliches Prinzip

·        Es darf nicht mit betriebswirtschaftl. Zielen der Unternehmen verwechselt werden

 

Exkurs: Betriebswirtschaftliche Unternehmensziele

Erwerbswirtschaftliches Prinzip    ÞZiel: Gewinnerzielung

·        Verhältnis Ertrag-Aufwand; Umsatz-Kosten möglichst groß

·        hiernach handeln privatwirtschaftliche Unternehmen

 

Gemeinwirtschaftliches Prinzip

ÞZiel: Versorgung oder Schutz der Bevölkerung

a).    Kostendeckung: Ertrag= Aufwand

-          z.B. VVaG, Stadtwerke, öffentl.rechtl.VR

-          bei Monopolisten wird die Kostendeckung häufig staatlich Vorgeschrieben, damit der Verbraucher nicht ausgebeutet wird

b).    Bedarfsdeckung: Aufwand> Ertrag    z.B.: Arbeitsamt, Sozialamt

c).    Gemeinnützigkeit: Förderung von Gesundheit, Sport, Kultur

 

Genossenschaftliches Prinzip

ÞZiel: Förderung des Wohles der Genossen

-          z.B. Landwirtsch. Genossenschaften; genossenschaftliche Banken; Wohnungsbau- und Konsumgenossenschaften.

 


Arbeitsteilung in der Volkswirtschaft

1)      gesellschaftliche/historische Arbeitsteilung

          a)  Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau

          b)  Berufsbildung (Herausbildung von Grundberufen) z.B. Landwirt-Schmied

          c)  Berufsspaltung oder Berufsdifferenzierung (Herausbildung von Spezialberufen

              z.B.    Schmied: -Schlosser, Glockengießer, Hufschmied

                        Landwirt: -Förster, Agrarwirt, Schweinezüchter

 

innerbetriebliche Arbeitsteilung (Arbeitszerlegung)

→ Stecknadelbeispiel von Adam Smith

Produktion einer Nadel:      1. Draht zuschneiden

2. Draht richten

3. Draht anspitzen

4. ...........

Ergebnis: Þ     jede Art von Arbeitsteilung aber besonders die Arbeitszerlegung steigert die Produktivität

·        Arbeitszerlegung ist Voraussetzung für

-          -Fließbandeinsatz (z.B.: Henry Ford)

-          -Automation (z.B. Halle 54 bei VW)   

 

internationale Arbeitsteilung (Arb.teilung zwischen Volkswirtschaften)

·        Gesetz der Komparativen Kosten nach Ricardo:

Þ    Jede VW soll sich auf die Güter konzentrieren und spezialisieren, die sie am günstigsten produzieren kann, und damit internationalen Handel treiben, dann wird der Wohlstand aller VW am größten

 

Arbeitsteilung zwischen Unternehmen (Produktionsteilung)

a)     vertikale Produktionsteilung (Produktionsstufen)

-          Arbeitsteilung zw. Unternehmen nach dem Durchlauf des Produktes von der Natur zum Verbraucher

b)horizontale Arbeitsteilung

ßvertikale Gliederungß

horizontale Gliederung Þ

Urproduktion

=Gewinnungsbetriebe

Landwirtschaft, Bergbau...

Weiterverarbeitung

=Fabrikation

Maschinenbau, Elektroindustrie

Einzelhandel

=Verteilung

Fachgeschäfte, Kaufhäuser

Dienstleistungen*

Transport, Nachrichten

Großhandel* = Verteilung

(Absatz an Betriebe+ öffentl. Haushalte)

Blumengroßhandel, Schmuckgroßhandel

* Dienstleistungen und Großhandel sind auf + zwischen allen Produktionsstufen möglich

Eine an diese Art der Arbeitsteilung angenähertes Gliederungsprinzip der

Unternehmen ist die Einteilung in den

· Primärsektor             ÞUrproduktion

· Sekundärsektor        ÞWeiterverarbeitung

· Tertiärsektor             ÞDienstleitung, Handel, öffentl. Dienst


Exkurs: Dreisektorenhypothese

Hypothese= Eine nicht 100 % bewiesene aber wahrscheinlich richtige Behauptung

Nach Fourastie:

Veränderung der Beschäftigung in den Sektoren in einer hochentwickelten Volkswirtschaft

T=10%

S=10%

P=80%

 
Textfeld: 100% Beschäftigung

T=85%

S=15%

P=05%

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeit von 1800 - 2100 →

 
 

 


1)      Gründe für die Abnahme der Beschäftigung im Primärsektor

·        Mechanisierung in der Landwirtschaft

·        Rationalisierung der Arbeit

·        Rückgang traditioneller Rohstoffe (Holz, Baumwolle)

·        Landflucht

Gründe für die Ausdehnung der Beschäftigung im Sekundärsektors

·        Industrialisierung/ Maschineneinsatz/ Fließbandarbeit

·        steigende Nachfrage nach Industriekonsumgütern

·        höherer Lebensstandart

·        verbesserte Infrastruktur

Gründe für die Abnahme der Besch. im Sekundärsektor nach 1950

·        Maschineneinsatz+ Automatisierung

·        gefördert durch höhere Löhne und Nebenkosten

·        Verlagerung von Beschäftigung zum Tertiären Sektor

Gründe für die Zunahme der Beschäftigung im Tertiären Sektor

·        Zunahme Dienstleistungen, Service

·        Ausgliederung von Dienstleistungen aus den anderen Sektoren oder aus Haushalten (Lohnunternehmer, Waschsalon)

·        Ausbau des Gesundheitswesens

·        Freizeitzunahme (Inanspruchnahme von Dienstleistungen)

·        Mobilitätszunahme (Flughafen, Bahn,...)

 

 


Exkurs:Produktivität

 

Produktivität=Produktmenge / Faktoreinsatz

·        Arbeitsproduktivität   =Produktmenge / Arbeitseinsatz (in Stunden, Tagen...)

·        Bodenproduktivität     =Produktmenge / Bodeneinsatz (in m², ha,...)

·        Kapitalproduktivität   =Produktmenge / Kapitaleinsatz (Maschinen, Gebäude)

·        Volkswirtschaftliche Produktivität= BIP / Erwerbstätige

 

Notwendigkeit der Produktivitätskennziffer:

· innerbetrieblicher Zeitvergleich →bei einzelnen Betrieben (1950,1960-2000)

· zwischenwirtschaftliche. Vergleiche → zwischen verschiedenen Betrieben

· volkswirtschaftliche. Zeitvergleiche

· internationale Vergleiche → Deutschland – USA – Japan

 

 

Volkswirtschaftl. Produktionsfaktoren

·        originäre Produktionsfaktoren sind Arbeit und Boden

·        derivativer (abgeleiteter) Produktionsfaktor ist (Real-)Kapital

(Er ist aus Boden + Arbeit entstanden)

 

1.    Arbeit:   menschl. Arbeitsleistung, die auf ein wirtsch. Ziel (Einkommen) gerichtet ist

·        nicht zur Arbeit zählen        -   ehrenamtliche Tätigkeiten

-          Nachbarschaftshilfe

-          Hausarbeit

-          Betätigung als Amateursportler

2.    Boden:   die zu wirtschaftliche Zwecke genutzte Natur

·        nicht zum Boden gehören:  -   geförderte Rohstoffe

-          Betriebsgrundstücke

3.    Kapital: alle produzierten Produktionsmittel (z.B.: gefällter Baum, Maschinen)

·        nicht zum PF Kapital gehört das Geld.

ÞKapitaldisposition: =Geld, das zur Anlage in der Produktion bestimmt ist

 

An jeder Produktion sind alle drei Prod.Faktoren mit einer Mindestmenge beteiligt

Das sagen die...

Physiokraten (Quersnay):  →nur der Boden ist Produktionsfaktor =produktiv

Marxisten (Karl Marx):          →nur die Arbeit ist Produktiv und damit PF

BWL`er:    →sie unterscheiden...  1)Betriebsmittel (Maschinen, Boden, Geld, Gebäude)

2)Werkstoffe (Roh-+ Hilfsstoffe, Halbfertigprodukte)

3)menschliche Arbeitsleistung


Der Produktionsfaktor Arbeit

 

I.                Quantität des Produktionsfaktors Arbeit

→Menge + Struktur des PF Arbeit in einer VW

 

Unterteilung der Wohnbevölkerung (Inländer)

 

Erwerbspersonen

Nicht-Erwerbspersonen

-Erwerbsfähig

-Nicht-Erwerbsfähig(<16J.; >65J.)

-Erwerbswillig

Nicht erwerbswillig (aber fähig)

Þstille Reserve am Arb.markt

-Schüler+Studenten>16J.

-Rentiers (leben von PF Boden+ Kapital)

-Hausfrauen/ männer u.a.

 

Unterteilung der Erwerbspersonen

 

Selbständige Erwerbspersonen

Nichtselbständige Erwerbspersonen

Selbständig Beschäftigte

Sonstige Erwerbslose

Nichtselbst. Beschäftigte

registrierte Arbeitslose

Selbst. + mithelfende Fam.angehörige

 

-Arbeiter/Angestellte

-Beamte

 

 

Die Erwerbstätigen Personen werden statistisch weiter unterteilt...

     · nach Wirtschaftsbereichen

     · nach Stellung im Beruf

 

Unterscheidung von Arbeitern, Angestellten und Beamten

 

Merkmale

Arbeiter

Angestellte

Beamte

Entlohnung

Lohn (Std.)

Gehalt (Monat)

Dienstbezüge

Krankenvers.

gesetzlich

gesetzlich

privat

Kündigung

4 Wochen frist

4 Wochen frist

unkündbar

Arbeitsverhältnis

Vertrag

Vertrag

Gesetz

Altersversorgung

ÞSteuerpflicht

Rente v.d. LVA

Þmit Ertragsanteil

Rente v.d. BfA

Þmit Ertragsanteil

Pension

voll steuerpflichtig

SV-Beiträge

ja

ja

nur Pflegevers.

Streikrecht

ja

ja

nein

Versetzbarkeit

nein

nein

ja

Art d. Arbeit

überw. körperlich

überw. geistig

überw. geistig

 


Exkurs: Arbeitslosigkeit

 

Arten der Arbeitslosigkeit

a)      saisonale AL.:→ jahreszeitl. Schwankungen

b)      strukturelle AL.:    → Über-/Unterentwicklung bestimmter Branchen od. Regionen

c)      konjunkturelle AL.:→ durch Schwankungen im Wachstum , im BIP/BSP z.B. Weltwirtsch.krise 1929-1932; Rezession 1966/67

d)   technologische AL.:→ entsteht mit Aufkommen neuer Technologienz.B. Eisenbahn ersetzt Kutscher

e)      friktionelle +  fluktionelle AL.:→ entsteht durch Wechsel der Arbeitsplätze

f)       demographische AL.: →Hereinwachsen Geburtenstarker Jahrgänge ins Erwerbslebenz.B. 1983-1986

 

Gesamtwirtschaftliches Arbeitsangebot= Erwerbspersonen x Æ-Arbeitszeit

 

Arbeitslosenquote = Registrierte AL*100 /nichtselbst. Erwerbspersonen

 

Die Arbeitslosenquote ist ...

zu hoch: -nur nichtselbst. Erwerbspersonen zur Berechnung genommen werden

                   -Saisoneinflüsse

                   -Schwarzarbeit

                   -Umschüler

zu niedrig:  -nicht registrierte Arb.lose

                   -Vorruhestände eigentlicher Arb.loser

                   -Weiterbildung, da kein Job zu bekommen (Schüler-Studenten)

                   -Hausfrauen

                   -Bundeswehr

                   -ABM-Maßnahmen

 

 

II.           Qualität des Produktionsfaktors Arbeit

 

Beeinflussung durch:   a)Alter der Erwerbsbevölkerung

                                      b)Bildung und Ausbildung

                                      c)Arbeitserfahrung

                                      d)Motivation

                                      e)Arbeitsmoral/-Ethik  -leben um zu arbeiten

                                                                                 -arbeiten um zu leben

                                      f)Teamfähigkeit

                                      g)regionale und berufliche Mobilität


Lohn=Einkommen des Produktionsfaktors Arbeit

 

Lohn:     Entgelt für geleistete Arbeit im engeren Sinne (Lohn der Arbeitnehmer)

Lohnhöhe:      Bestimmung durch Arbeitskampf und TarifvertragsparteienÞTariflohn

Marktlohn:     Außertarifliche Löhne, z.B. bei Nebenjobs (Angebot+ Nachfrage)

 

verschiedene Lohnbegriffe

· Nominallohn         = Lohn in Geldeinheiten ausgedrückt

· Reallohn               = Lohn in Kaufkraft ausgedrückt (=Nominallohn*100 / Preisindex)

· Naturallohn      = Lohn in Konsumgütern „gezahlt“

· Bruttolohn            = Lohn vor den gesetzlichen Abzügen

· Nettolohn              = Lohn nach den gesetzlichen Abzügen

· Gesamtlohn          = Bruttolohn+ Lohnnebenkosten

 

 

verschiedene Lohnformen

· Zeitlohn                 = Lohn pro Zeiteinheit

· Akkordlohn      = Lohn pro Leistungseinheit

· Prämienlohn         = Zeitlohn+ Prämie

 

Hypothese über die Entwicklung der Lohnformen

nach Professor Weber [Fehrnsehkolleg WDR]

 

Textfeld: 100% , alle Lohnformen
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Gründe: -Zunahme der Dienstleistungen

                   -humanerer als Zeitlohn

                   -Arb.nehmer schonender

                   -bessere Arbeitsqualität

                   -Maschinen bestimmen den Arbeitstakt

                   -Akkordfähige Arbeiten werden von Maschinen übernommen

 


Der Produktionsfaktor Kapital

(=Realkapital)

 

Hauptproblem: →Bildung von Realkapital (Vollzieht sich in 2 Schritten)

1.) Bildung von Kapitaldispositionen durch Sparen

2.) Umwandlung d. Kapitaldisp. in Realkapital durch Investition

 

1.  Sparen

a)      Warum sparen die Wirtschaftssubjekte

· Sicherungsmotiv       ÞSicherung für unvorhersehbare Ausgaben

· Expansionsmotiv       Þeigenes Unternehmen ausweiten

· Zweckmotiv          Þfür späteren Konsum

· Vorsorgemotiv          ÞAltersvorsorge

· Liquiditätsmotiv        Þimmer Bargeld zu haben

· Spekulationsmotiv    Þwegen der Erwartung niedrigerer Preise

· Tugendmotiv             Þanerzogenes Sparen

· Angstmotiv                ÞZukunftsangst

· Verteilungsmotiv      ÞEinkommenssparen, bei Ungleichverteilung des Einkommens

· Zinsmotiv

 

b)      Wie sparen die Wirtschaftsubjekte

1.      freiwilliges Sparen

·        Sparkonten (gesetzl. Kündigungsfrist 3 Monate +länger)

·        Wertpapiere:    a)Eigentümerpapiere (Aktien...)

b)Gläubigerpapiere (Bundesschatzbriefe, Obligationen)

·        Strumpfsparen (Horten von Bargeld)

·        Versicherungssparen (LV)

·        Bausparen:  Bausp.sum., Ansp.sum.(40%) Bausp.kredit(2,45-3%)

2.      Zwangssparen:

a)staatliches Zwangssparen:    Steuern + Sozialversicherung

b)kreislauftheoretisches Zwangssparen:

1.      Einkommensüberhang (bei Planwirtschaften →Preise festgeschrieben)

2.      Preisniveausteigerung →Geldentwertung (in Marktwirtschaften = Inflation)

 

Am Anfang des Jahres (vorher, Exante):   Sg<Ig     S=Sparen, I=Investition,

am Ende des Jahres,(nachher, Expost):          Sg+Sng=Ig       g=geplant, ug=ungeplant

ÞSng =Zwangssparen

 

Exkurs: Sg>Ig

Sg>Ig, dann Sg=Ig+Iug       ÞIug= Erhöhung der Lagerbestände

→Arbeitslosigkeit

 

Preisniveausteigerungen + Arbeitsslosigkeit sind die beiden Hauptstörungen in modernen Volkswirtschaften.

Hier besteht ein Ansatz für die Wirtschaftspolitik


2.  Investition

a)      Warum investieren Wirtschaftssubjekte

· um konkurrenzfähig zu bleiben

· techn. Anpassung, Unternehmensangebot modernisieren

· Gewinne erzielen, Vergrößerung

· expandieren

· um staatlichen Auflagen zu genügen (Umweltschutz...)

· um öffentl. Bedarf zu decken (Schulen, Straßen)

· um Steuern zu sparen (Abschreibungen)

· um zu rationalisieren (Substitution von Arbeit durch Kapital)

· Lagervergrößerung

· Rentabilität

 

Exkurs: Rentabilität

ÞWichtigster Entscheidungsmaßstab für die Investition

Unternehmer-/Eigenkapitalrentabilität

= Gewimm*100 / Eigenkapital

     - Investition mit EK lohnt sich, wenn Unternehmer/ EK- Renta> Alternativzins

(»4,5-5%)

 

Unternehmungs-/Gesamtkapitalrentabilität

= (Gewinn+ FKZ)*100 / (EK+ Fremdkapital)

     - Investition mit FK lohnt sich, wenn GKR-/Unternehm.renta> Fremdkapitalzins

(»12%)

 

a)      wie Investieren die Wirtschaftssubjekte

 

Investitionsarten

→Einteilung der Investitionen nach...

a) Investitiuonsdauer

Anlageinvestition

Lager-/Vorratsinvestition

-Maschinen

-Gebäude

-Geschäftseinrichtung

-Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe

-Halbfertig-, Fertigprodukte

zur dauerhaften Nutzung bestimmt

zum Vorübergehenden verbleib gedacht

Bruttoinvestition

Þgesamte Investition einer Periode

 

b) Wachstumseffekt

Re-Investition/ Ersatzinv.

Nettoinvestition/ Zusatzinv.

-Investition, die den Wert der Anlagen und Vorräte von Beginn des Jahres erhält

ÞErfassung durch Abschreibungen

-Investition, die den Wert der Anlagen und Vorräte von Beginn des Jahres an erhöht

bzw. senkt Þ Des-Investition

Bruttoinvestition

Þgesamte Investition einer Periode

c) Beschäftigungseffekt

Rationalisierungsinvestition

Beschäftigungserweiterungsinv.

1 Beschäftigungseffekt

 

2 Beschäftigungseffekte

 

MaschinenÞHerstellungÞBeschäftigte

HerstellungÞBeschäftigte

EinsatzÞ(Fahrer)

 

 

d) nach der Planmäßigkeit

planmäßig

unplanmäßig

 

z.B.:

  geplanter Verkauf:         100.000

-tatsächlicher Verkauf        95.000

=unplanmäßige Investition. 5.000

 

 

 

 

 

Einkommen des Produktionsfaktors Kapital = Zins

 

Es gilt:     originärer Zins > Leihzins > Sparzins

für das Realkapital            =Kreditzins          für Spargeld

→natürliche Zinsunterschiede

·     unter Beibehaltung der natürlichen Zinsunterschiede haben alle Zinssätze in einer

Volkswirtschaft die Tendenz sich aneinander anzugleichen

 

Zinsspanne der Banken

= unechter Zins, weil Löhne, Kosten etc. davon noch gezahlt werden müssen

 

Zinserträge (Sollzinsen) x 100

minus

Zinsaufwand (Haben) x 100

Æ verzinsliche Aktiva

Æ verzinsliche Passiva

 

 

 

100.00 x 100

minus

80.000 x 100

1.000.000

200.000

 

 

 

10%

minus

4%

Zinsspanne = 6%

 

 

 


Der Produktionsfaktor Boden

 

besondere Merkmale: 

· originärer PF

     · besonders bedeutsam in der Urproduktion

     · immobil (räumlich), lediglich Verwendungsmobil:

-Anbau (Landwirtschaft)

-Abbau (Bergbau)

-Bebau (Standortnutzung)

· zunehmende Knappheit

· Gegenstand fast aller Umweltschutzüberlegungen

 

Standortfaktoren:

a) Verkehrsorientierung (Speditionen...)

b) Kunden- Absatzorientierung (Supermärkte)

c) Arbeitskräfteorientierung (Arbeiterstädte/Lohnniedrigländer)

d) politische Orientierung (Steueraufwand, Subventionen, politische Stabilität)

e) Klima- und Bodenbeschaffenheit (Touristik, Obstbau)

f) Rohstofforientierung (Ruhrgebiet...)

 

Einkommen des Produktionsfaktors BodenÞ Grundrente

 

1)      absolute Grundrente

-          zu erklären aus der Bodenknappheit

Þ unechte Grundrente, Einsatz v. Arbeit +Kapital

 

Differentialgrundrente

a) Lagerente → bessere örtliche / räumliche Lage

b) Qualitätsrente → bessere Qualität des Bodens

c) Intensitätsgrundrente (intensive Bearbeitung)

Þ unechte Grundrente, Intensität wird durch Arbeit oder Kapital bewirkt

 

 


Die Minimalkostenkombination

ÞSubstitutionale Produktionsfaktoren

 

Wahl der Minimalkostenkombination zur Erzeugung von 40 kg Spargel

Arbeit in h

Bodeneinheiten

Lohn (8,-/h)

Grundrente (12,-/h)

Kosten

2

10

16

120

136

3

5

24

60

84

4

4

62

48

80

6

3

48

36

84

10

2

80

24

14

 

 


 


Þ bei steigenden Lohnkosten wird Arbeit durch Boden substituiert (ersetzt)

·   Bei substitutionale Produktionsfaktoren können sich die PF in gewissen Grenzen ersetzen.

·   Der Betrieb sucht die billigste PF- Kombination

 

Gegensatz:    Limitationale Produktionsfaktoren

                        Þfür eine bestimmte Produktionsmenge sind die PF- Einsatzmengen nicht  

                        veränderbar. (z.B. 1 Arbeiter, eine Schaufel)

 

Þ kurzfristig sind viele Produktionsprozesse limetational, langfristig substitutional

     (z.B. Kauf von Baggern statt Schaufeln)

 


Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

 

Modell des erweiterten Wirtschaftskreislauf

 

Þ es werden nur Geldströme erfasst, weil

     a) der Kreislauf zu kompliziert würde

     b)es Geldströme ohne zugehörige Realströme gibt (z.B. Steuern, Subventionen)

 

Kreislaufaxiom   = Kreislaufgrundsatz: Wertaufnahmen

= Wertabgaben bei jedem Kreislaufsektor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Staat=   Bund, Länder, Gemeindeverbände, Gemeinden, Sozialvers.träger (LVA,BfA,..)

 


Kreislaufströme:

1)      Transferzahlungen:

unentgeltliche Übertragungen des Staates an private Haushalte

(z.B. Sozialhilfe, Kindergeld, Arbeitslosengeld und -hilfe, Renten, Bafög, Erziehungsgeld, Wohngeld, Löhne an öffentl. Bedienstete)

2)      Staatsausgaben (Staatskonsum):

Ausgaben des Staates für Sachgüter und Dienstleistungen

(z.B.: Kauf von Büromaterial, Beratung...)

3)      direkte Steuern und Sozialversicherungsbeiträge:

Steuern, die bei der steuerpflichtigen Person oder Sache erhoben werden

(Einkommensteuer mit Lohnsteuer, Kirchensteuer, Grundsteuer, SV-Beiträge)

4)      indirekte Steuern (-Subventionen)

Wurden mit den Preisen am Markt erhoben

Steuerträger ÞVerbraucher / Steuerschuldner ÞUnternehmen

→der Strom enthält auch die SV-Beiträge der Arbeitgeber

(Umsatzsteuern (Mehrwert-, Mineralöl-, Tabaksteuer, Branntweinabgabe)

5)      Konsum:

Verwendung von Geld (Einkommen) für den Verbrauch von Gütern in Haushalten

6)      Volkseinkommen: Löhne, Grundrenten, Zinsen und Restgewinne eines Jahres

7)      Sparen:     Konsumverzicht (Geldsparen)

8)      Abschreibungen:

Rücklagen für Re-Investitionen  (und andere Rücklagen) über die Unternehmen oder der Staat entscheiden (Ausgleich des Wertverlustes von Maschinen)

9)      Investition:   

Umwandlung von „zur Anlage in der Produktion bestimmten Geld (Kapitaldisposition) in reale Produktionsgüter (Maschinen , Lagervorräte...)

10)  Importe: Einfuhr von Sachgütern + Dienstleistungen

Exporte: Ausfuhr von Sachgütern + Dienstleistungen

11)  Ausgleichsstrom

wird in Form von Krediten oder Entwicklungshilfe an das Ausland vergeben

 

Das nationale Produktionskonto

Vorleistungen

Verkäufe an Unternehmen

Abschreibungen

Verkäufe an private Haushalte

Indirekte Steuern-Subventionen

Verkäufe an den Staat

Einkommen aus unselbständiger Arbeit

Investitionen (Brutto)

Eink. aus Unternehmertätigkeit+Vermögen

Export - Import

 

 

BIP nach der Verteilung

BIP nach der Verwendung

=gesamtwirtschaftliche Nachfrage

(nach Keyns)

Þ das nationale Produktionskonto ist eine Zusammenfassung der einzelnen Unternehmerkonten der Volkswirtschaft

(und sonstigen Produktionskonten, die hier nicht berücksichtigt sind)

 

Vorleistungen:    von vorgeschalteten Zulieferern erbrachtes Material+ Dienstleistungen

                                 ÞInput, keine Leistung des Betriebes

                                 (In der gesamten Volkswirtschaft= den Verkäufen an die Unternehmen)

 

Ermittlungsmöglichkeiten des BIP

Entstehung

Verteilung

Verwendung

Addieren der BWS der Unternehmen (der Haushalte und des Staates)

Addieren von Löhnen, Gewinnen, Indirekt. Steuern-Subventionen und Abschreibungen

Addieren von Konsum, Staatsausgaben, Investition und Export - Import

 

Definition BIP:   alle produzierten Güter (Sachgüter und Dienstleistungen) einer Volkswirtschaft in einer Periode

 

Die Gesamtwirtschaftliche Nachfrage

Þ das BIP nach der Verwendung ist gleich der Gesamtwirtschaftlichen Nachfrage:

C (Konsum) +I(Investition) +Ast(Ausgaben Staat)+x-m (Export-Import)

 

Reales und Nominales BIP

BIP nominal   = BIP zu Marktpreisen = BSP in Preisen des jeweiligen Ermittlungsjahres

BIP real          = BIP in Preisen eines bestimmten Basisjahres

 

BIP real = BIP nominal x 100 / Preisindex

 

Preisindex

·        Preise des Basisjahres = 100

·        Preissteigerung wird anhand der Preisveränderung der Güter des Warenkorbes festgestellt

Wachstumsrate des BIP

·        prozentuale Änderung des realen BSP gegenüber dem Vorjahr

Þ    Das BSP /BIP und seine Veränderung ist grundsätzlich der bestmöglichste Maßstab für den Wohlstand einer Volkswirtschaft

 

Kritik am BIP

im BIP enthalten

im BIP nicht enthalten

·        Müllbeseitigung

·        Autounfallrate

·        Staatliche Interventionen am Agrarmarkt

·        beliebige Güterstruktur (Nahrung/Waffen)

·        nur die Funktionale Verteilung

(auf die PF, nicht alle gleich viel oder wenig viel-viele wenig)

·        Umweltschutzmaßnahmen

·        Gesundheitskosten

·        soziale Kosten

·        Hausfrauenarbeit

·        Staatsleistungen

·        zunehmende Freizeit

·        Umweltverschmutzung

·        Lärm

·        Schwarzarbeit

·        Verteilung personal

 

 


Begriffe der Volkswirtschaftl. Gesamtrechnung

Berechnung auf der Ebene der „einzelnen Unternehmen“

Bruttoproduktionswert (BPW)

Alle Verkäufe + Investitionen eines Unternehmens

  Verkäufe an Unternehmen

+Konsum

+Staatsausgaben

+Investitionen

+Export- Imoprt

=BPW

Nettoproduktionswert (NPW)

( = BWS)

Alle Verkäufe, die den Unternehmenskreislaufsektor verlassen + Investitionen

  Konsum

+Staatsausgaben

+Investitionen

+Export- Imoprt

=NPW

Bruttowertschöpfung (BWS)

BPW- Vorleistungen

  BPW

-Vorleistungen

=BWS

Nettowertschöpfung (NWS)

BPW

- Vorleistungen

-Abschreibungen

-(Ind.Steuern- Subventionen)

  BPW

-Vorleistungen

-Abschreibungen

-(Ind. Steuern- Subventionen)

= NWS

Berechnungen auf der Ebene der gesamten Volkswirtschaft

Bruttosozialprodukt (BSP)

(@ BIP)

zu Marktpreisen = BSP nominal

Addition der Bruttowertschöpfungen oder der Nettoproduktionswerte aller Unternehmen der Volkswirtschaft

Nettosozialprodukt (NSP)

zu Marktpreisen

Produktionskapazität, die um den Ersatz des Verschleißes bereinigt ist

  BSP

-Abschreibungen

NSP zu Faktorkosten

(=Volkseinkommen)

NSP zu Marktpreisen

- (ind. Steuern -Subventionen)

Volkseinkommen

Einkommen aus unselbst. Arb. + Gewinn „im weiteren Sinn“ (Addition der Nettowertschöpfungen)

  Lohn

+Restgewinn

+Zinsen

+Grundrente

+Unternehmerlohn

originäres Einkommen

Ursprüngliches Einkommen

entsteht durch Einsatz der Produktionsfaktoren

  Lohn

+Restgewinn

+Zinsen

+Grundrente

verfügbares Einkommen

(der Haushalte)

 

  originäres Einkommen

-direkt St.+ SV-Beiträge

+Transfereinkommen

Lohnquote

Prozentualer Anteil der Ein-kommen der Arbeitnehmer am Volkseinkommen

Löhne x 100

Volkseinkommen

Gewinnquote

 

Gewinn „i. weit. Sinn“ x 100

Volkseinkommen

Konsumquote

 

Konsum x 100

verfügbares Einkommen

Sparquote

 

Sparen x 100

verfügbares Einkommen

Investitionsquote

=% Anteil der Güter

Investitionen x 100

BSP

Staatsquote

 

gesamte Staatsausgaben* x 100

BSP


Staatsquote

*Gesamte Staatsausgaben = Staatsausgaben +Transferzahlungen+Subventionen

+staatliche Investitionen

·        unter 30% Þfreie Marktwirtschaft (BRD ~ 50%)

·        unechte Quote, weil im Zähler Größen stehen, die im Nenner nicht enthalten sind, z.B. Transferleistungen

OECD-Indikatoren

Þ Erforderliche Maßstäbe für die Lebensqualität

(Organisation für ökonomische Zusammenarbeit und Entwicklung)

·        Persönlichkeitsleistungen (interlektuell, kulturell)

·        Gesundheit der Bevölkerung

·        Arbeits- und Arbeitslebensqualität

·        Freizeit und Zeiteinteilung

·        Verfügung über Sachen, Güter + Dienstleistungen

·        soziale Umwelt

·        persönliche Freiheitsrechte + Rechtswesen

·        Chancen

 

Einkommensverteilungsarten

Funktionale Verteilung

·        Verteilung des Volkseinkommens auf die Produktionsfaktoren

Arbeit

Arbeitnehmerlohn

Einkommen aus unselbständiger Arbeit

Unternehmerlohn

Einkommen aus

Unternehmer-

Tätigkeit

 

Gewinne im

weiteren Sinn

Boden

Grundrente

Kapital

Zins

 

Restgewinn

primäre personale Verteilung

·        originäres Einkommen ÞBruttoeinkommen

·        Verteilung des Volkseinkommens auf die Bevölkerung vor Umverteilung durch den Staat

sekundäre personale Verteilung

·        verfügbares Einkommen Þ

·        Verteilung des Volkseinkommens auf die Bevölkerung nach Umverteilung durch den Staat

Beeinflussung der Wirtschaftspolitik bei der Einkommenverteilung

funktionale

primär personale

sekundäre personale

-Vermeidung Arbeitslosigkeit

-Förderung der Beschäftigung

-Erhöhung berufl. und räumlicher

  Mobilität

-Erhöhung der Markttransparenz am

  Arbeitsmarkt

-Erhöhung Lohnquote

  ÞGewerkschaften

-Erhöhung Gewinnquote

  ÞArbeitgeberverbände

Vermögensbildung

-Subventionierung von

  Wohnungsbau/Sparen

-Besteuerung

  (Vermögensst./Erbschaftsst.)

-Beteiligung am Produktivvermö.

Förderung Bildung + Ausbildung

  sozial benachteiligter

Korrektur der Vertragsfreiheit

-Arbeitsschutz

-Arbeitszeitgesetz

-Kündigungs-u.Muttersch.gesetz

-Tarifrecht

Korrektur der erzielten Faktoreinkommen

-Progressive Einkommensbest.

-Steuerklassen

-Steuerfreibeträge

-Transferleistungen